KUNST Projekt DR²


Dresemanns aktuelle Kunstwerke setzen sich mit dem Spannungsverhältnis zwischen Mensch und Computer, zwischen Leben und Technik, zwischen Realität und Virtualität und dem Thema Medienkompetenz auseinander.

Birgit und Uwe Dresemann stellen nicht nur gemeinsam aus – sie leben und arbeiten auch gemeinsam. Durch die Signatur DR² wird dokumentiert, dass die Arbeiten eine Kooperation von beiden sind. Ein intensiver Diskurs betreffend die Konzeption geht den Arbeiten voraus und begleitet anschließend die Umsetzung der Ideen auf die Leinwand. Beide Künstler arbeiten sowohl inhaltlich als auch praktisch an den Gemälden. Dies ist vor allem vor dem Hintergrund gleichsam bemerkenswert wie konsequent, als die Kommunikationslosigkeit der Gegenwart eine der mit den Arbeiten bewusst gemachte Gefahren unserer Gesellschaft darstellt. Das Künstlerehepaar sieht dieser Gefahr bewusst ins Auge und stellt sich ihm m privaten Leben wie auch in ihrer Kunst entgegen. Beide stammen aus Münster und haben eine (für die damaligen Verhältnisse) „normale“ Kindheit in den 70er Jahren erlebt. Ohne Handy, ohne MP3-Player, ohne Fahrradhelm. Kein Fernsehen im Kinderzimmer, im Wohnzimmer nur schwarz/weiss und ohne Fernbedienung.
Birgit Dresemann hat nach Auslandsaufenthalten zunächst Soziologie, Psychologie und Philosophie studiert, sich dann aber auch schon bald der ästhetischen Früherziehung und sich über die Förderung von Kindern hinaus dem Schaffen und der Vermittlung von Kunst gewidmet. Sie steht, ebenso wir ihr Mann Uwe Dresemann, auf dem Standpunkt, dass Kunst für die Gattung Mensch lebenswichtig ist. Wir sind daher, um auf den Ausstellungstitel zurückzukommen, ARTgenossen im doppelten Wortsinn.   



"Für uns Menschen ist Kunst ein existenzieller Bestandteil und für ein ausgefülltes Leben und daher auch ein grundlegendes Bedürfnis – trotz aller Begeisterung für Technik und Fortschritt."
Auch Uwe Dresemann widmet sich, nach einer Ausbildung zum Schauwerbegestalter und Exkursen in verschiedene handwerkliche Bereiche, 
Uwe Dresemann
nicht nur dem Schaffen, sondern auch der Vermittlung von Kunst. Hierbei sind es für ihn nicht nur Kinder, bei denen dieses Bedürfnis nach und die Kraft für Kunst geweckt werden muss, sondern auch Menschen, die sich aus unterschiedlichen Gründen in Kontexten abseits des kulturellen Lebens aufhalten.

 

 
Text: Dr. Annette Georgi - Kunsthistorikrin